Wie alles begann

Immer schon interessiert an nordischer Geschichte begann Judith die Welt des www nach Informationen zu erforschen, ob es denn eine Gruppe in der Nähe von Trier gäbe, die sich mit Living History befasst. Bei tempus vivit, wurde sie fündig. Diese Gruppe, zu der Zeit noch „Graifenklaue“ genannt, lagerte auf der Grimburg. Also fuhren wir dort hin, um uns alles vor Ort anzuschauen. Wir schreiben das Jahr 2002....

 

Wir wurden Mitglieder der „Graifenklaue“ und begannen unser unfreies Jahr. Von nun an waren wir Wulfgard Meldricson und Hekja Arnorasdottir. Natürlich brauchten wir auch eine eigene Geschichte, wie wir zur Graifenklaue kamen. Hier ist sie:

 

Hekja und Wulfgard lebten mit ihren drei Kindern in einem kleinen Dorf in Norwegen. Wulfgard genoss als Schmied großes ansehen. Ihr ältester Sohn Thorfinn zählte schon zwölf Jahre und war dem Vater in der Schmiede ein gute Hilfe. Die Zeit war nun gekommen das Thorfinn sich auf eigene Füße stellen und zu einem anderen Schmied gehen sollte um das Handwerk zu lernen.

An einem Morgen war es nun soweit. Draußen war es warm, die Sonne schien und Thorfinn stand vor Hekja, Wulfgard und den beiden Geschwistern, um sich zu verabschieden. Dem Jungen war nicht wohl zu Mute, seine Familie zu verlassen. Hekja war traurig, denn sie wusste nicht, wann sie Thorfinn wieder sehen würde. Wulfgard war stolz auf seinen Sohn und wusste, er würde einmal ein guter Schmied werden.

Plötzlich hörten sie draußen Schreie. Wulfgard sah raus und sah, wie die Dorfbewohner wild durcheinander liefen, Kinder weinten, Männer und Frauen flüchteten. Hufschläge und ein fürchterliches Gebrüll drang an sein Ohr. Wie von Sinnen schrie er Hekja an, sie solle das Baby holen. Er selbst nahm seine sechsjährige Tochter auf den Arm. Wulfgard wusste es war zwecklos Widerstand zu leisten, so lange seine Familie in Gefahr war. Zuerst musste er sie in Sicherheit bringen.

Schon einmal wurde ihr Dorf überfallen und sie hatten alles dem Erdboden gleich gemacht, Männer, Frauen und Kinder getötet. Kaum jemand hatte damals überlebt.

So lief die Familie in den nahegelegenen Wald. Sie liefen und liefen. Sie wollten nur fort, von dem unglückseligen Ort. Sie fanden einen Felsvorsprung, in dem sie sich verstecken konnten.

Wulfgard wollte zurück zum Dorf, um zu sehen, ob er noch etwas von seiner Schmiede retten konnte.

Die Zeit verging. Hekja befürchtete ihren Mann nicht lebendig wieder zu sehen. Thorfinn bat seine Mutter darum, nachsehen zu dürfen, wo Wulfgard bliebe. Ihr blieb nichts anderes übrig, als der Bitte ihres Sohnes nachzukommen. Sie beschloss, dass sie gemeinsam nach Wulfgard suchen würden.

Als sie in die Nähe des Dorfes kamen, hörten sie Kampfgeschrei. Schwerter und Äxte sausten nieder. Dann entdeckten sie den kämpfenden Wulfgard und was war das.....Fremde waren zu Hilfe gekommen und vertrieben die Reiter.

Es stellte sich heraus, dass es sich um die tapferen Männer der Graifenklaue handelte. Da die Graifenklaue keinen Schmied hatte und Wulfgards Schmiede verloren war, schlossen er, Hekja und die Kinder sich ihnen an....

 

Ein Jahr später zogen wir weiter als Händler und Handwerker. Wir sind der „Graifenklaue“, heute genannt „Gripandilag“ bis dato freundschaftlich verbunden.